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Bremsen wechseln – Worauf ist dabei zu achten?

Die Bremsen in einem Auto gehören zu den wichtigsten und sicherheitsrelevantesten Autoteilen. Daher sollte hier besonders Wert auf Zuverlässigkeit durch hohe Qualität gelegt werden. Das bezieht sich in erster Linie natürlich auf die richtige Wahl der neuen Bremsen-Bauteile, wie bspw. Bremsscheibe, Bremsbeläge, Bremssättel und Bremsschläuche.

Hier sollte im Sinne der Sicherheit stets auf hochwertige Markenware namhafter Hersteller gesetzt werden. Doch die besten Bremsen-Bauteile nützen wenig, wenn die Montage bzw. der Wechsel nicht sorgfältig genug umgesetzt wird. Beim Wechsel von Bremsenkomponenten sind daher grundlegend die Einbauvorschriften der Fahrzeug- und Teilehersteller zu befolgen.

Wann sollten Bremsen gewechselt werden?

Wie häufig Bremsen ausgetauscht werden müssen, ist unter anderem abhängig von der individuellen Fahrweise, dem Getriebetyp, dem Fahrzeuggewicht und dem Fahrzeugeinsatz. Hierbei gibt es verschiedene Anzeichen, die darauf hinweisen, dass die Bremsen gewechselt werden müssen.

Anzeichen für einen notwendigen Bremsenwechsel bzw. Bremsanlagenwechsel können sein:

  • Wenn die von den Autoherstellern vorgeschriebenen Mindestdicken von Bremsbelägen, Bremsbacken und Bremsscheiben bzw. Bremstrommeln unterschritten werden
  • Verschleißanzeiger (Warnkontakt) gibt Signal, Warnlicht oder akustisches Signal
  • Vibrieren des Lenkrads oder ungewöhnliche Geräusche beim Bremsen
  • Bremsen schleifen
  • Bremsen rubbeln
  • Niedriger Stand der Bremsflüssigkeit
  • Verminderte Bremsleistung

Laute Schleifgeräusche an den Rädern können hier darauf hindeuten, dass die Trägerplatten der Bremsbeläge in Kontakt mit der Bremsscheibe kommen.

Vor allen Dingen das Schwinden der Bremsflüssigkeit ist ein wichtiger Punkt, der einen dringenden Besuch in der Werkstatt erfordert. Denn wenn die Ursache ein Leck ist, muss jedes einzelne Bauteil von der Leitung über die Anschlüsse bis hin zum Ausgleichsbehälter überprüft werden. Nur so kann die Stelle gefunden werden, an der die Flüssigkeit austritt. Das ist ein aufwendiger Prozess, der großes Fachwissen erfordert. Daher ist es ratsam, hierbei auf Fachleute einer Werkstatt zurückzugreifen.

Was sollte bei einem Bremsenwechsel ausgetauscht werden?

Der Umfang eines Bremsenwechsels hängt von der Art der Abnutzung ab. Bremsbeläge und Bremsbacken verschleißen schneller als Bremsscheiben und Bremstrommeln. Daher werden diese öfter ausgetauscht. Bei den meisten Fahrzeugen muss in diesem Zusammenhang auch der Warnkontakt(Verschleißanzeiger) mit ausgewechselt werden.

Ist jedoch die Bremsscheibe bzw. die Bremstrommel abgenutzt und muss getauscht werden, dann müssen immer auch die entsprechenden Bremsbeläge bzw. Bremsbacken und der Warnkontakt gewechselt werden. Nur so können die Komponenten eine Einheit bilden. Wird ein älterer Bremsbelag auf eine neue Bremsscheibe montiert, kann das zu einer verminderten Bremswirkung führen. Das gleiche gilt auch bei den Bremstrommeln. Individuell zusammengestellte Bremsen-Sets vereinfachen übrigens den Beschaffungsprozess, da sie bereits zueinander passende Bauteile enthalten.

Im Allgemeinen ist die Belastung der Bremse an der Vorderachse höher als an der Hinterachse. Aus dem Grund reicht es meistens aus, die Bremsen achsweise auszutauschen. Zusätzlich sollte beim Bremsen wechseln auch gleich die Bremsflüssigkeit mit überprüft und ggf. aufgefüllt oder vollständig erneuert werden. Als Richtwert wird im Allgemeinen hierfür ein Intervall von alle 2 bis 3 Jahre angesetzt.

Welche Schritte sind beim Bremsenwechsel durchzuführen?

Die Schritte beim Bremsen wechseln sind an sich nicht besonders schwierig. Allerdings ist es ein zeitaufwendiger Prozess, bei dem auch Fehler gemacht werden können. Daher ist es ratsam, nur dann die Bremsen selber zu wechseln, wenn man wirklich die notwendige Fachkunde besitzt und über eine passende Arbeitsumgebung verfügt. Für alle, die fachlich erfahren genug sind, haben wir nachfolgend die wichtigsten Schritte aufgeführt, die beim Bremsenwechsel berücksichtigt werden sollten. Je nach Fahrzeugtyp (bspw. bei Autos mit elektronischer Feststellbremse) sind jedoch noch weitere Schritte zu berücksichtigen. Kurze Videoclips vom Markenhersteller Zimmermann beleuchten einen Teil der Schritte etwas genauer.

Folgende Schritte gilt es bei einem Bremsscheibenwechsel auf jeden Fall zu durchlaufen:

  1. Entlüften des Bremssystems, da das Fahrzeug sonst nicht bewegt werden darf
  2. Abmontieren der Räder. Wichtig ist dabei das Fahrzeug gegen Wegrollen zu sichern
  3. Entfernen vom Warnkontakt und Abschrauben der Führungsbolzen
  4. Ausbau Bremssattel
  5. Reinigen der Auflageflächen und beispielsweise mit Plastilube fetten
  6. Entfernen der Bremsträger und dann der Bremsbeläge
  7. Ausbau der Bremsscheibe / der Bremstrommel
  8. Komplette Bremsanlage inspizieren
  9. Radnabe von Schmutz und Rost befreien, bis sie wieder glänzt
  10. Überprüfen, ob die Anlagefläche der Radnabe plan ist
  11. Bremsscheibe trocken montieren
  12. Bremse entlüften
  13. Beim Zusammenbau immer auf die richtigen Drehmomente der Bolzen achten
  14. Die Bolzen der Räder über Kreuz anziehen
  15. Bremsflüssigkeit prüfen und ggf. auffüllen
  16. Bremse testen bis sich ein spürbarer Widerstand einstellt

Sollten spätestens beim letzten Punkt Probleme auftauchen oder sich ein Bremsen-Bauteil nicht mehr wie benötigt anbringen lassen, sollte dringend eine Werkstatt aufgesucht werden. Beim Bremsenwechsel geht es um sicherheitsrelevante Bereiche des Fahrzeugs. Hier ist sauberes und korrektes Arbeiten elementar wichtig für die Fahrsicherheit und ist daher nur von versierten Fachleuten durchzuführen.

Ebenso empfiehlt es sich, auf hohe Qualität bei den Ersatzteilen zu setzen. Führende Ersatzteilhersteller wie Zimmermann, Textar, Brembo oder ATE stehen für eine hochwertige Verarbeitung. Ihre Ersatzteile entsprechen den Anforderungen der Fahrzeughersteller und können bedenkenlos für den Bremsenwechsel genutzt werden. Gerne berät Sie unser Serviceteam bei der Wahl der passenden Bremsenteile.

Was ist beim Einfahren neuer Bremsen zu beachten?

Ob der Bremsenwechsel nun in Eigenregie oder über die Werkstatt erfolgt ist, eine neue Bremsanlage muss erst eingefahren werden, damit sie einwandfrei funktioniert. Nur so können die Oberflächen von Bremsbelag und Bremsscheibe sich einander anpassen. Andernfalls kann es zu einer ungleichmäßigen Abnutzung der Reibflächen kommen, was die Funktion und Wirkung der Bremse beeinträchtigen kann. Daher finden Sie im Folgenden ein paar wichtige Tipps zum richtigen "Einbremsen" der Bremsanlage:

  1. Auf den ersten 300 – 500km sollten Gewalt- und Schockbremsungen vermieden werden, um eine thermische Überbeanspruchung zu verhindern.
  2. Während der Einfahrphase sollten ca. 30 Bremsvorgänge aus max. 100km/h erfolgen. Die jeweiligen Bremsungen sollten nicht länger als 3 Sekunden dauern. Wichtig ist, dass zwischen den Bremszyklen im Minimum jeweils 3 Minuten liegen, damit die Bremsscheiben sich wieder über den Fahrtwind abkühlen können.
  3. Das Einbremsen sollte nur auf Straßenabschnitten unter Einhaltung der StVo erfolgen.
  4. Wenn möglich das Einbremsen nicht auf nasser Fahrbahn oder bei Regen durchführen.

Sind Notbremsungen erforderlich, müssen diese auch in der Einfahrphase mit voller Bremskraft durchgeführt werden. Das kann jedoch dazu führen, dass die Bremsen danach unrund laufen. Aus diesem Grund wird dringend geraten, so vorausschauend wie möglich zu fahren, um Notbremsungen zu vermeiden.

Sind die Bremsen dann richtig eingefahren, gibt es noch ein paar kleine Tipps, wie Sie die Lebensdauer der Bremsanlage verlängern können:

  • Regelmäßig mal kräftiger bremsen, damit die Anfänge von Rost und Schmutz "weggebremst" werden
  • Bremsflüssigkeit regelmäßig bei den Wartungsintervallen wechseln lassen
  • Feuchte oder nasse Bremsen vorsichtig trocken bremsen

Werden die Tipps beachtet, können Sie beruhigt auch längere Fahrten antreten. Ebenso lassen sich dadurch unnötige Reparaturen vermeiden, was Ihren Geldbeutel erfreut, und Sie erhöhen zudem die Fahrsicherheit.

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